VividVisions

by Walter Krivanek

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LoungeFM dank Fluid ohne Browser genießen

Folgende Situation: Ich höre bei der Arbeit gerne bei LoungeFM rein. Nachdem ich aber weder in Linz noch Umgebung ansässig bin, wo LoungeFM über UKW empfangbar ist, verwende ich also den Player, der zusätzlich direkt auf der Website angeboten wird (woran wir ja nicht ganz unbeteiligt waren, ähem ;-) ). Jetzt ist der Browser aber mein tägliches Arbeitswerkzeug und da kann es schon mal mühsam werden, wenn einzelne Tabs oder Fenster immer belegt sind.

Auf Macs kommt die Abhilfe in Form eines kostenlosen Tools namens Fluid daher, welches sozusagen Websites in eigenständige Applikationen, in Fachkreisen auch „Site Specific Browsers” genannt, verpackt. Das bedeutet, dass zum Betrachten dieser Website nicht mehr der normale Browser verwendet werden muss, sondern einfach das neue, eigenständige Programm aufgerufen wird. Das funktioniert jetzt natürlich nicht nur mit lounge.fm, sondern mit so ziemlich jeder Website.

Zum Nachmachen Fluid einfach hier runterladen, installieren, starten und folgende Daten eingeben:

Fluid Screenshot

Damit die neue Applikation auch ein hübsches Icon hat, hab’ ich auf die Schnelle etwas gebastelt (Foto von stock.xchng/GiniMiniGi). Das Bild einfach auf den Desktop ziehen und im oben gezeigten Fenster auswählen.

LoungeFM Icon für Fluid

Danach einfach auf „Create” klicken und schon hat man eine eigenständige LoungeFM-Applikation. Macht sich ja ganz gut im Dock, oder?

LoungeFM im Dock

Für den zukünftigen Hörgenuss einfach nur die Applikation „LoungeFM” starten und auf „Play“ drücken – Fertig. Damit werden auch Firefox und Co. wieder frei für die täglichen Handgriffe. Und das Beste daran: Hat man in den Arbeitspausen neben Hörenswertem auch Lust auf Lesenswertes, kann man sich auch in der LoungeFM-Applikation die neuesten LoungeFM-Artikel durchlesen.

LoungeFM als Applikation

Update 08.09.2008: Nachdem LoungeFM jetzt auch (wieder) über iTunes und Co. gehört werden kann, hat sich dieser Tipp wohl erübrigt. ;-) Streaming-Links gibts hier.

Neue Tricks für einen alten Fuchs

Vor ein paar Tagen fand der Download Day für und von Firefox 3 statt, mit dem Ziel, einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde zu schaffen. Durch diese PR-Aktion wurde die neueste Version des Browsers aus dem Hause Mozilla innerhalb von 24 Stunden über 8 Millionen mal heruntergeladen. Das kommt  immerhin der Einwohnerzahl Österreichs gleich.

Zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Beitrags wurden die Downloads schon fast verdoppelt, circa 123.000 davon konnten hierzulande beigetragen werden.

Marktanteile

Firefox erfreut sich generell über immer größere Beliebtheit. So konnte er laut NetApplications.com seinen Marktanteil innerhalb eines Jahres von 15% auf 18% erhöhen, hauptsächlich auf Kosten des Internet Explorers, der im selben Zeitraum von 79% auf 74% heruntergerutscht ist, auch dank vermehrter Nutzung von Safari (6%) und Opera (0,71%). Ein Trend, der sicher nicht so leicht zu stoppen sein wird.

Ebenfalls interessant bei dieser Statistik ist übrigens auch, dass bei den sechs am häufigsten benutzten Browsern noch immer die totgesagten Modelle Netscape und Mozilla auftauchen.

Diagramm Browser Juni 08
(Stand: 21.06.2008, Daten von NetApplications.com)

Umstieg

Ich bin jetzt auch endgültig von Safari auf Firefox 3 für die tägliche Nutzung umgestiegen, hauptsächlich wegen der auch auf meinem gut ausgestatteten Dual Core iMac merkbaren Geschwindigkeitssteigerung aber nicht zuletzt wegen der Erweiterung Adblock Plus, die jegliche lästige Werbung im Netz von mir fernhält. Die neuen Features spielten bei dieser Entscheidung aber sicher auch eine Rolle…

Unzufrieden?

Es muss ja nicht immer Internet Explorer, Firefox, Safari oder Opera sein. Wer mit keinem der derzeit gängigsten Browsern zufrieden ist, kann sich ja mal bei „Vielfalt zum browsen gehen” umsehen. Vielleicht ist dort eher etwas dabei.

Firefox Perspektive
(von xkcd.com)

Vielfalt zum browsen gehen

„Per molto variare la natura è bella“ – „Die Schönheit der Natur liegt in ihrer Vielfalt“ soll Queen Elizabeth I des Öfteren gemeint haben und Recht hatte sie damit. Dieses Motto könnte man natürlich auch für das Internet adaptieren. Und damit meine ich nicht nur das mannigfaltige Angebot an Websites sondern auch die Varianten der Software, die wir gemeinhin „Browser“ nennen.

In den Medien ist ja leider hauptsächlich von „Internet Explorer versus Firefox“ die Rede, Opera schafft es hin und wieder in die Randnotizen und seit es Safari auch für Windows gibt, taucht dieser hin und wieder in Web-Design-Foren auf. Aber es gibt so viel mehr Browser, die einen etwas mehr spezialisiert als andere, aber viele mit eigenen, interessanten Konzepten.

Ich habe hier eine kleine Liste zusammenstellt, die Links zu den gängigsten aber auch nicht so bekannten Browsern enthält. Viel Spaß beim Ausprobieren! (more…)

Netscape Navigator – Ein Nachruf

netscape.jpgEnde letzten Jahres wurde im offiziellen Netscape Blog bekanntgegeben, dass ab ersten Februar 2008 die Entwicklung und Betreuung des Netscape Navigators eingestellt wird. Und auch wenn ich selbst Netscape nicht mehr über die für Web-Designer üblichen Website-Kompatibilitäts-Tests hinaus verwendet habe, erfüllte mich diese Meldung mit Wehmut.

War es doch der Navigator, der meine ersten Schritte im Internet ermöglichte und mir auch noch nach meinem Umstieg auf Apple Computer vor mittlerweile über 10 Jahren (ja, das war noch vor den bunten iMacs und OS X) lange Zeit erhalten blieb.

Als einer der ersten und damals marktführender Web Browser ist er aus der Zeit, als das Internet zum Massenmedium wurde, nicht mehr wegzudenken. Erst Microsofts Integration des Internet Explorers in das Betriebssystem Windows 95 stieß den Navigator schießlich vom Thron, wovon er sich nie wieder erholen sollte. (more…)